Sumrai

Tschad

Sprache(n)

Sumrai

Sprecher

11 000

Partner

Association pour le Développement de la Langue Soumraye (ADLS) ; SIL Tschad

Religion

Animismus, Christentum, Islam

45 Dörfer – 11 000 Menschen: das ist das Volk der Sumrai, im Süden des Tschad. Seit Ende der achtziger Jahre wünscht sich die Kirche ein Neues Testament in der eigenen Sprache und dass viele Kinder und Erwachsene Sumrai lesen können.

Hintergrund

Die Sumrai sind Bauern. Seit fünfzig Jahren gibt es einheimische Kirchen (Katholiken und Protestanten). Auch der Islam hat Einzug gehalten.

Wer nicht lesen kann, weiss vieles nicht. Armut ist die Folge. Es mangelt an Kennt­nissen in den Berei­chen Gesund­heit und Land­wirtschaft, so dass die Menschen unnöti­ger­wei­se an Krank­heiten und Unterer­näh­rung leiden.

Die Schule ist auf Französisch. Aber wie sollen die Kinder verstehen, wenn sie kein Französisch können? Viele schaffen es nicht. Besser wäre zuerst ein Unterricht auf Sumrai, und erst dann auf Französisch.

Bisher erreicht

Ein neues Übersetzer-Team hat die Arbeit nach etlichen Jahren Stillstand wieder aufgenommen und wird von ausländischen Beratern unterstützt.

Dank Leseklassen haben viele Sumrai nun Zugang zu Literatur über Gesundheit und Landwirtschaft. Da sich nicht mehr viele neue Teilnehmer melden, werden die Klassen für die Erwachsenen allmählich eingestellt.

Dafür ist das Programm für die Kinder weiterhin sehr erfolgreich. Weil sie schon auf Sumrai lesen und rechnen können, kommen sie in der französischen Schule viel besser mit.

Ziele

Wycliffe möchte den Sumrai weitere Teile der Bibel in ihrer Sprache zur Verfügung stellen. Konkret sollen das Markus-Evangelium und Teile des Matthäus-Evangeliums bis 2020 der Bevölkerung zugänglich gemacht werden.

Dazu laufen die Leseklassen für Kinder weiter, damit sie zuerst auf Sumrai lesen lernen und so sich besser in der französischen Schule zurechtfinden können.

Wycliffe Schweiz möchte die Bibelübersetzung auf Sumrai jährlich mit 11 000 Franken unterstützen. Auch die Sumrai-Schulklassen werden weiterhin gefördert. Wir freuen uns, dass für das Finanzjahr 2019/20 eine Stiftung die Kosten übernommen hat.