Barma

Tschad

Sprache(n)

Bagirmi

Sprecher

150 000

Religion

Islam, Animismus, 0,01% Christen

Übersetzt

1. und 2. Mose, Jona, Ruth; Markus, Johannes

Hintergrund

Das ehemalige Königreich unterliegt auch heute noch einer extrem hierarchischen Struktur. Es ist in zwei Sultanate unterteilt, die sich gegenseitig konkurrenzieren. Innerhalb der grossen Sultansfamilien gibt es viele gebildete Leute, vor allem Männer. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft (Ackerbau und Viehzucht).

Der Islam fasste bereits um 1600 in ihrem Gebiet Fuss, aber sie behielten viele Elemente des Animismus bei. Sie sind die gefürchtetsten Zauberer in der ganzen Grossregion.

Die Barma haben in der Vergangenheit viel Unterdrückung erlebt. Jahrhunderte von Sklavenhandel und Zauberei lasten extrem schwer auf ihnen und lassen sie misstrauisch gegenüber Neuem sein. Der «kalte Krieg» zwischen den beiden Sultanaten fördert die Missgunst und hindert das gegenseitige Vertrauen. 80% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.

Anfänge

Seit über 20 Jahren läuft die Arbeit für die Barma. Unterdessen umfasst die Bagirmi-Bibliothek folgende Bücher:

  • die Schöpfungsgeschichte und der Sündenfall, wunderschön illustriert mit originellen Aquarellbildern (als Buch und als Schriftrolle, in lateinischer und arabischer Schrift,
  • 1. und 2. Mose, Ruth, Jonas, sowie das Markus- und Johannesevangelium,
  • zwei Bände mit lokalen Fabeln,
  • eine bisher mündlich überlieferte Geschichte über die Könige der Barma.

 

Seit 2018 wurden sogenannte Geschichtenerzähler angelehrt, verschiedene Geschichten aus 1. und 2. Mose nachzuerzählen, um sie einem weiteren Publikum zugänglich zu machen. Diese Geschichten wurden auch aufgenommen und als MP3-Aufnahmen verteilt.

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist seit Oktober 2019 auch die christlich geführte Schule in einem Dorf. Dort sollen die Kinder nach Französisch auch Bagirmi lesen und schreiben lernen.