Beten für die Patip*

August 2020

Wie bei uns gehören auch bei den Patip-Übersetzern Programmänderungen, Versammlungsverbote und Homeoffice momentan zum Alltag. Sie dürfen aber auch immer wieder erleben, wie Gott ihnen die positiven Seiten ihrer Situationen aufzeigt und sie zum Guten wendet, so wie eben nur er es kann. Sie durften in letzter Zeit ganz viel auf ganz neue Weise entdecken, z.B.

… die Sonnenseiten des Homeoffice

Für das Team, das Sonntagsschulmaterial in die Ngaju-Sprache übersetzt, waren die letzten Monate eine grosse Herausforderung, da sie von zuhause aus arbeiten oder sich im Büro abwechseln mussten, und dadurch die Kommunikation und das Besprechen der Arbeit stark erschwert wurden. Auch konnten sie wegen des Versammlungsverbots das übersetzte Material nicht wie üblich mit der Bevölkerung in den Dörfern prüfen. Nicht einmal ihre Teamkollegin konnten sie richtig unterstützen, die letzten Monat eine Schwester an Brustkrebs verloren hat.

Dennoch sind sie dankbar, dass sie einige weitere Unterrichtseinheiten und Geschichten fertig übersetzen konnten. Erstaunt haben sie festgestellt, dass das Arbeiten von zuhause aus ihnen viel mehr Zeit mit ihren Ehepartnern und Kindern gibt. Diese zusätzliche Familienzeit geniessen sie sehr und lernen durch die Schularbeit, die sie mit ihren Kindern machen müssen, das zu schätzen, was die Lehrer für ihre Kinder tun.

… die Grösse und Allmacht Gottes

Die Delang- und Siang-Übersetzer mussten die Fertigstellung ihrer neuen Testamente und die Einweihungsfeiern bis auf weiteres aufschieben. Die Leiterin des Delang-Übersetzerteams erzählt, dass dies für sie sehr schwierig war, so nahe am Ziel zu sein und es doch nicht erreichen zu können. Doch die Situation habe ihr ganz neu aufgezeigt, dass Gott allein unseren Zeitplan bestimmt. Viele ihrer Pläne mussten geändert werden, die letzten Korrekturarbeiten konnten erst im Juni wieder aufgenommen werden und bestimmte, dafür noch benötigte Dorfbesuche mussten abgesagt werden. Dies habe sie ganz neu herausgefordert, ihre Pläne ganz in Gottes Hände zu legen, und ihm mit der Ausführung und dem Zeitplan zu vertrauen.

Auch die Dorfbevölkerung, bei der die Pandemie grosse Angst auslöste, wird sich zunehmend bewusst, wie wenig sie in dieser Welt unter Kontrolle hat. Viele merken nun wie klein sie wirklich sind und wie gross Gott ist und suchen daher bei ihm Zuflucht. Dabei geben ihnen die Bibelteile und der Jesus-Film, die bereits in ihre Muttersprache übersetzt sind, grossen Trost. Immer mehr Gemeinden kommen mit den Bibelübersetzungen in den beiden Sprachen in Berührung und freuen sich auf die Herausgabe des gesamten Neuen Testaments. Ein Pastor, der von der Übersetzungsarbeit hörte, hat sogar ganz gezielt Delang gelernt, damit er den Leuten in ihrer Herzenssprache dienen kann.

Zum Danken

  • dass die Siang und Delang schon bald ihr eigenes NT haben;
  • dass immer mehr Leute und Gemeinden sich von der Begeisterung über die übersetzte Bibel anstecken lassen;
  • dass alle Übersetzer bis jetzt gesund geblieben und in allem immer wieder bewahrt worden sind;
  • dass die Arbeit trotz der schwierigen Umstände in allen drei Sprachgebieten weitergeht;
  • dass er die Übersetzer und die Dorfbevölkerung durch diese Situation näher an sein Herz zieht.

 

Zum Bitten

  • um seine Führung und Weisheit für die Übersetzer und die Projektleiter bei der Planung der Einweihung des Neuen Testaments auf Siang und Delang. Mögen es trotz der vielen Verschiebungen und Unsicherheiten ganz besondere Feiern werden, die Gott allein die Ehre geben;
  • für viel Weisheit und Kreativität beim Herausfinden, wie die Arbeit in allen drei Sprachen weitergeführt werden soll, auch wenn sie aktuell stark erschwert ist;
  • für Standhaftigkeit im Glauben, Motivation für die Übersetzer und auch für Bewahrung und Gesundheit für alle Beteiligten;
  • für Einheit in den Teams. Möge Gott die Übersetzer durch ihre Arbeit noch viel näher an sein Herz ziehen und mögen Sie dadurch ein Licht sein in ihrem Umfeld;
  • für Weisheit und Gottes Führung bei den nötigen Vorarbeiten, damit die Arbeit, die in drei neuen Sprachen in Planung ist, zu Gottes Zeit begonnen werden kann.