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Textanalyse

Obwohl Textanalyse als eher „trockene“ Materie gilt, ist sie für mich einer der faszinierendsten Aspekte der Sprachen. In der folgenden Illustration geht es um den richtigen Gebrauch von rhetorischen Fragen, das heisst Fragen, auf die man keine Antwort erwartet.

Wenn die Texte mancher afrikanischen Sprachen analysiert werden, so sieht man, dass rhetorische Fragen nur verwendet werden, wenn es sich um einen Vorwurf handelt. Andere rhetorische Fragen werden als echte Fragen verstanden, die eine Antwort verlangen. So hatte ein Übersetzer in Römer 8, 31 die rhetorische Frage beibehalten: „Wenn Gott selbst für uns ist, wer kann sich dann gegen uns stellen?“ Die Leute haben sie jedoch spontan als echte Frage verstanden und folgende Antwort gegeben: „Satan stellt sich gegen uns!“ Doch die rhetorische Frage will hier nur die Tatsache unterstreichen, dass sich niemand gegen uns stellen kann, wenn Gott für uns ist. Um einem Missverständnis vorzubeugen, muss dieser Vers als Aussage und nicht als Frage wiedergegeben werden, zum Beispiel: Wenn Gott selbst für uns ist, ist es unmöglich, dass sich jemand erfolgreich gegen uns stellen kann. weiter»

 

...das kann man kaum überschätzen

«Wer unerforschte Sprachen alphabetisiert, mündliche Traditionen verschriftlicht und die Bibel übersetzt, ermöglicht es marginalisierten ethnischen Minderheiten, ihre Kultur bekannt zu machen, politische und religiöse Entscheidungen zu treffen und macht ihnen die wichtigste Grundlegung für Menschenwürde und Menschenrechte zugänglich: Gottes Ja zu uns. Diese Arbeit kann man kaum überschätzen.»

Andreas Malessa – Sänger, Autor, Journalist