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Beim Übersetzen erlebt

Nicht meine eigenen Worte

Gott braucht die Arbeit der Übersetzung, um zu den Beteiligten zu reden, lange bevor das Neue Testament gedruckt vorliegt. Unsere Mitarbeiter aus Mexiko berichten.

Beim Übersetzen der Worte Jesu: “Nicht was von aussen in den Menschen hineingeht macht ihn unrein, sondern was aus dem Menschen herauskommt…” und der anschliessenden Auflistung der fleischlichen Ausschweifungen (aus Markus 7,15-22) wurde unser Übersetzer Max plötzlich ganz ruhig. “Wir können dies so nicht schreiben”, meinte er. Als wir ihn nach dem Grund fragten, sagte er: “Die Leute in meinem Dorf werden sehr zornig auf mich sein, weil sie diese Worte nicht hören wollen.”

Aber als wir am nächsten Tag die Arbeit mir unserm Übersetzer wieder aufnahmen, erklärte er: “Die Menschen müssen diese Botschaft annehmen; es sind ja nicht meine eigenen Worte, sondern diejenigen von Gott."

...das kann man kaum überschätzen

«Wer unerforschte Sprachen alphabetisiert, mündliche Traditionen verschriftlicht und die Bibel übersetzt, ermöglicht es marginalisierten ethnischen Minderheiten, ihre Kultur bekannt zu machen, politische und religiöse Entscheidungen zu treffen und macht ihnen die wichtigste Grundlegung für Menschenwürde und Menschenrechte zugänglich: Gottes Ja zu uns. Diese Arbeit kann man kaum überschätzen.»

Andreas Malessa – Sänger, Autor, Journalist