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Romanes, Osteuropa

Die Sprache der Roma kommt mit einem eher kleinen Wortschatz aus; darum muss man vieles umschreiben. Das ist in vielen Sprachen so und man kann trotzdem alles ausdrücken. Anhand eines Verses lässt sich veranschaulichen, wie das funktioniert:

«Meine Brüder, seht auf den Tag, an dem unser Herr Jesus wiederkommt, und werdet nicht müde in euren Herzen, so wie ein Bauer auf den Tag sieht, an dem sein kostbares Korn groß geworden ist. Er weiß, der Regen muss kommen und die Erde feucht machen, und nach einer Zeit muss es wieder regnen, damit das Korn groß wird. Die ganze Zeit wird der Bauer nicht müde in seinem Herzen.» Jakobus 5,7 (Rückübersetzung aus dem Sinti-NT)

Zum Vergleich hier die deutsche Übersetzung gemäß Luther: «So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen.»

Auf Romanes werden die Elemente, die man nicht wörtlich übersetzen kann, so ausgedrückt:
«geduldig sein» im Herzen nicht müde werden;
«bis (zu einem bestimmten Zeitpunkt)» auf den Tag sehen, (an dem etwas geschieht);
«Frucht der Erde»  hier: Korn;
«Frühregen» Regen, der die Erde feucht macht;
«Spätregen» Regen, der das Korn wachsen lässt.

Genau so wie der Bauer nicht müde wird auf die Ernte zu warten, werden auch wir nicht aufhören uns für die Roma einzusetzen. Obwohl das NT für die Sinti veröffentlicht ist, gibt es noch viel zu tun...

Armin & Ursula Peter, Deutschland und Osteuropa

 

Wofür sein Leben einsetzen

«Am besten setzt man sein Leben für etwas ein, das es überdauert.»

William James, amerikanischer Psychologe