Mein Vertrauen auf Gottes Führung war grösser, als die Angst vor dem Ungewissen
Als junge Mittelschullehrerin lernte ich SIL auf einem Bildungsurlaub im Himalaya kennen. Das Gleichgewicht zwischen Kopf-, Hand- und Herzarbeit gefiel mir so gut, dass ich mitmachen wollte. Warum in der Schweiz unterrichten, wo die Schüler mit Information überflutet sind und unzählige Möglichkeiten haben, sich zu bilden und ihre Neugier zu befriedigen, während es in diesem Bergdorf keinen einzigen Buchstaben zu lesen gab? Auch schien mir, dass dortige Weltanschauung und Religion den Leuten mehr hinderlich als hilfreich waren, ihrer Gesundheit schadeten, ihre Ängste verstärkten – mehr noch als bei uns Zeitmangel, Stress und Informationsflut. Die dortigen gebildeten Landsleute zog es in die «zivilisierte Welt». Ich dagegen wollte am eigenen Leibe erleben, wie sich so ganz andere Umstände anfühlten. Und meine Bereitschaft zu helfen sowie ein zögerndes Vertrauen auf Gottes Führung und Beistand waren stärker als die Angst vor dem Ungewissen.
Elisabeth Gfeller
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